Standpunkt 70: Was im Wahlkampf auf der Strecke bleibt


Standpunkt 70: Was im Wahlkampf auf der Strecke bleibt
 

Sachpolitik blieb und bleibt in diesem Wahlkampf auf der Strecke, weil wieder einmal gilt „Only bad news are good news“. Reißerische, spekulative und Schlag­zeilen opti­mierende Mel­dungen über Dirty Cam­paigning sind in der Über­hand. Und weil‘s so schön ist und läuft, wird halt auch gleich mal nicht so wirk­lich ob­jek­tiv und fair be­rich­tet, damit diese Kam­pagne ja nicht in sich zu­sammen­fällt. Kurz der Gute, ob­wohl auch nicht so lupen­rein sau­ber wie per­ma­nent be­richtet und Kern mit seinen ‚grauseligen‘ Be­ratern der ganz, ganz Böse.
Dabei geht es um wirklich Wichtiges. Es geht um die politische Gestaltung Öster­reichs mit seinen Menschen für die nächsten 5 Jahre. Es geht um den ehr­lichen Willen, welcher Weg ein­ge­schla­gen wird. Soll es zu einem so­zi­alen Kahl­schlag kommen wie seiner­zeit unter Schwarz-Blau zwischen 2000 und 2006. Stich­wort: Pen­sions­kür­zung, Selbst­be­halt bei ärzt­licher Ver­sorgung, Aus­teritäts­poli­tik um mit aller Ge­walt ein Null­defi­zit zu er­reichen (was ohne­dies nicht zu­stande kam). Oder soll ein wirt­schaft­lich sinn­voller und so­zi­al ver­träg­licher Kurs ein­ge­leitet wer­den, bei dem die über­wiegende Mehr­heit der Öster­reicher­Innen zu den Ge­win­ner zählen und nicht nur ein paar Wenige oder große Kon­zerne und Unter­nehmungen. Aus­ge­rech­net diese haben sich mit saf­tigen Geld­spen­den bei der Neuen ÖVP ein­ge­stellt, und ihre Vor­stellungen von einem neuen Öster­reich be­in­hal­ten u.a. einen 12-Stun­den Ar­beits­tag, keine Steuer auf Schen­kungen und Erb­schaften ab 1 Mil­li­on. Bei­be­hal­ten der 25% Steuer auf Ein­kommen aus Ka­pi­tal, während das Ein­kommen aus Ar­beit weiter­hin bei bis zum Dop­pelten blei­ben soll. Wer mit dieser Un­fair­ness zu­frieden ist, soll ruhig kon­ser­va­tiv wäh­len (aber bitte im Nach­hinein nicht Jam­mern!). Wer aller­dings eine faire und so­zi­al aus­ge­wo­gene Weiter­ent­wicklung für un­ser Land wünscht, wird nicht um­hin kön­nen, SPÖ zu wählen.
Darum kann es nur heißen: Wähle mit Köpfchen und nicht nach medialer Lust­bar­keit!

Posted by Allé Wilfried Monday, October 9, 2017 11:02:00 PM Categories: Soziales Steuern, Finanzen Wahlen
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re: Standpunkt 70: Was im Wahlkampf auf der Strecke bleibt

Thursday, October 12, 2017 12:00:07 AM Allé Wilfried

Kurz' Steuerversprechen: Irgendwer wird zahlen müssen.

Wenn Parteien mit Milliarden herumwerfen, gilt es deshalb, eines im Hinterkopf zu behalten: je üppiger die Versprechen, desto voluminöser die ungedeckten Schecks, für die irgendjemand (ist es dann womöglich gar "Der Kleine Mann?) nach dem Wahltag zahlen muss. (Gerald John, 11.10.2017)
derstandard.at/2000065834040/OeVP-Steuerversprechen-Schmerzlos-ist-ein-Schmaeh ->

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